Aktuelles

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Die wahnsinnige Julian-Assange-Story

Vor zehn Monaten habe ich im EU-Parlament in Straßburg eine Filmempfehlung gegeben: Collateral Murder.
Der Film wurde von Julian Assange auf seiner Plattform Wikileaks veröffentlicht und zeigt, wie US-Soldaten aus einem Hubschrauber heraus auf Zivilisten, Reuters-Journalisten und Kinder schießen.
Für diese Veröffentlichung sitzt Assange unrechtmäßig in London in Haft und die USA haben seine Auslieferung beantragt. Wenn dieses Anliegen Erfolg hat, drohen ihm bis zu 175 Jahre Haft oder die Todesstrafe. Das hier unten verlinkte Interview des UN-Sonderberichterstatters für Folter Nils Melzer zeigt die bizarren Hintergründe des Falls – nichts für schwache Nerven & überzeugte Demokraten…

Der Prozess startet morgen in London und mein Büro wird ihn begleiten.

Hintergründe:

ZDF Videobeitrag und Interview mit dem UN-Sonderberichterstatter für Folter

DerStandard – Wie die schwedischen Behörden die Vergewaltigungsanzeige gegen Julian Assange fälschten

lto.de – Interview zum mit Wolfgang Kaleck zum anstehenden Auslieferungsverfahren

DLF – Interview mit dem UN-Sonderberichterstatter für Folter, Nils Melzer, über die Behandlung von Assange:

heise.de – Europarat: Julian Assange “sofort freilassen”

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Das dämliche Hufeisen-Theorem

Langatmige Rede, Freitagnachmittag unter schwierigen technischen Bedingungen im Newsroom der PARTEI in Brüssel aufgenommen. Ursprünglich hatten wir letzte Woche offiziell im Parlament in Straßburg aufgezeichnet; aber Parlamentspräsident Sassoli schlenderte zufällig am Medienbereich vorbei, offenbar zu dem Zeitpunkt, an dem Hammer und Sichel bereits zu Boden gegangen waren, und sah durch meine Hakenkreuz-Binde die Würde des Parlaments so schwer verletzt, dass er Anweisungen gab, uns die Film-Datei nicht auszuhändigen. Sein Vorgänger, der alte Mussolini-Verehrer Tajani, wäre da großmütiger gewesen… Smiley!
Film enthält u.a. eine angemessene Rücktrittsforderung an Frau voderLeyen, Analysen zu Thüringen & zum Hufeisen-Theorem, Caterpillar-Arbeitsschuhe mit Stahlkappen, nichtentspiegelte Brillengläser; und keine Anspielung auf die Pferdegesichter Camilla und Charles im Britischen Königshaus, weil sie in letzter Minute gestrichen wurden…